Mein Leben

Mein Leben

 

Langeweile war nie ein Thema für mich.

Im heißen August 1958 bin ich in Berlin geboren worden und dort wohlbehütet mit meinen Eltern und meinem Bruder aufgewachsen. Wir bildeten mit meinen Großeltern einen Clan und haben viel zusammen unternommen: Reisen, Ausflüge, Sonntagsspaziergänge, Sport. Samstags wurde abends Skat gespielt oder etwas anderes. Wir feierten zusammen und hatten viel Spaß.

Trotzdem brauchte ich Zeiten für mich, in denen mir Geschichten im Kopf herumspukten. Als ich langsam erwachsen wurde, verliebte ich mich heftig. Die Geschichten wurden unwichtig.

Mein Freund und ich glaubten, dass wir ein Leben lang zusammenbleiben würden. Damit der Traum vom gemeinsamen Leben bald in Erfüllung gehen würde, entschied ich mich, nach dem Abitur eine Banklehre zu absolvieren, obwohl ich einen geheimen Berufswunsch hatte, der ein Studium erfordert hätte.

 

Monika

im Urlaub beim Heurigen in Wiener Neustadt 2015

Kurz vor dem Ende der Ausbildung zerbrach unsere Liebe und ich fühlte mich in die raue Realität zurückgeworfen, überlegte, doch zu studieren. Aber erst einmal beendete ich die Lehre und arbeitete danach in einer interessanten Abteilung, in der ich meine Liebe zur Sprache ausleben konnte. Doch letztlich war es ein trockener Job, der mich nicht befriedigte.

Das vierzigjährige Firmenjubiläum eines Kollegen löste Angst in mir aus. Sollte ich in sechsunddreißig Jahren noch immer an diesem Schreibtisch sitzen und Sachtexte verfassen? Oh nein! Das wollte ich nicht. Ich beschloss, doch zu studieren und noch im gleichen Herbst war ich an der FU Berlin immatrikuliert, um Lehrerin zu werden. Ich belegte die Fächer Chemie und Biologie und arbeitete mit Feuereifer an meiner akademischen Karriere.

 

Aber ich verliebte mich auch neu und heiratete. Kurz darauf brachte ich meinen Sohn zur Welt. Das Glück schien vollkommen. Ein Jahr später war ich jedoch alleinerziehende Studentin. Das war hart, viel Arbeit und immer das Gefühl, meinem Sohn nicht genug Aufmerksamkeit widmen zu können. Glücklicherweise stand mein Familienclan hinter mir und erleichterte vieles, sodass ich schließlich meinen Traumberuf ausüben konnte.

Das Dasein als alleinerziehende Lehrerin verlief in geregelten Bahnen. Ich hatte Mußephasen und die Geschichten nahmen wieder Form an. Ich schrieb abends nach erledigter Arbeit an meinem ersten Roman. Er wuchs heran. Ich hatte zwar keinen Partner, aber einen Beruf, der mich erfüllte, ein Kind, das sich gut entwickelte und das Schreiben.

 

Noch während ich an dem Buch arbeitete, lernte ich die echte große Liebe meines Lebens kennen, meinen Mann Martin. Seit 1992 sind wir ein glückliches Paar und seit 1998 verheiratet. Mein Sohn hat in ihm einen Ziehvater, der ihm immer zur Seite steht. Sein leiblicher Vater war ihm durch seinen frühen Tod abhandengekommen.

Die schriftstellerische Tätigkeit ließ ich lange Zeit ruhen. Wenn man frisch verliebt ist, möchte man keine dramatischen Storys erfinden. Als sich unser Leben geordnet hatte, schrieb ich weiter an meinem Roman.

 

Doch auch im vollkommen scheinenden Leben gibt es harte Zeiten. Ich wurde schwerkrank, habe eine Weile versucht, meine Kräfte besser einzuteilen und trotzdem weiterzuarbeiten, es klappte leider nicht. So musste ich mit Anfang fünfzig mein geliebtes Lehrerinnendasein aufgeben. Lange brauchte ich, bis meine Phantasie sich wieder zeigte. Erst seit 2013 kann ich wieder schreiben und tue es intensiver als je zuvor. Mein Beruf ist nun Schriftstellerin. Davon habe ich nie geträumt, aber er macht mich glücklich und zufrieden. Der Roman ist inzwischen veröffentlicht und noch einige andere Geschichten sind zu Papier gebracht.

 

Seit Juli 2017 biete ich Lektoratsdienstleistungen an. Damit möchte ich freien Autorinnen helfen, ihre Texte zu optimieren. Als passionierte Lehrerin helfe ich gern mit Tipps und Ratschlägen an den Manuskripten zu arbeiten.

 

Vielleicht kann ich euch mit meinen Werken ein paar schöne Stunden bereiten oder mit meiner Dienstleistung euren Text veröffentlichungsreif machen. Das würde mich sehr freuen.

 

Eure

Monika Schoppenhorst